Sanierungs-/Instandsetzungsarbeiten an der Orgel St. Franziskus

St. Franziskuskirche

2600 ORGELPFEIFEN ZUKÜNFTIG ELEKTRONISCH EIN- UND AUSSCHALTBAR

Die Ertüchtigungsarbeiten an der Orgel der Gmünder St. Franziskuskirche haben inzwischen begonnen. Die Ellwanger Orgelbauwerkstatt Scheiger sowie die Orgelbaufirma FSB Orgelbau teilen sich das Projekt. FSB Orgelbau und Elektrotechnik GmbH Frankfurt/Main hat sich als spezialisierte Fachfirma in der Orgelwelt insbesondere auf dem Gebiet der Orgelelektrik und Orgelelektronik einen hervorragenden Ruf erworben. Mit Referenzen in Orgel-Großanlagen wie Würzburger Dom oder Freiburger Münster ausgestattet, sowie mit in der Orgelelektronik des 21. Jahrhunderts revolutionären Projekten (bspw. „Orgelwelten Ratingen“ oder „Kunststation St. Peter“, Köln) erfahren, überarbeitet FSB Orgelbau, Frankfurt aktuell den Spieltisch der Franziskusorgel und bringt die Orgel sowohl hinsichtlich brandschutztechnischer Bestimmungen als auch in Bezug auf die Nutzung elektronischer Steuerung und Speichermöglichkeiten auf den neuesten Stand. Das Instrument wird damit auch für zukünftige Erfordernisse sowie für Innovatives gerüstet sein. Außerdem machen eine neue Pedalklaviatur und Orgelbank sowie ein neuer Schwelltritt die Orgel künftig besser nutzbar und nicht zuletzt spieltechnisch zuverlässiger. Der Deckel des freistehenden Spieltischs wird im Zuge der Arbeiten abgesenkt, wodurch der Blick zum Altar wesentlich verbessert und so die Erfüllung liturgischer, kirchenmusikalischer und konzertanter Aufgaben wesentlich erleichtert wird. Bereits im letzten Jahr waren Maßnahmen an den aus einer Zinn-Blei-Legierung bestehenden Prospektpfeifen getroffen worden, die diese wieder stabilisieren. Dass Orgelpfeifen, die üblicherweise aus weichem und gleichzeitig schwerem Metall bestehen, instabil werden, ist kein seltenes Phänomen im Orgelbau. Darum gehört die Stabilisierung von Prospektpfeifen zur alltäglichen Arbeit von Orgelbauerinnen und Orgelbauern. Orgelbaumeisterin Eva-Maria Scheiger, die das Instrument regelmäßig wartet, hat sich dieser Arbeit sehr sorgfältig angenommen. Die inzwischen reparierten und durch verstärkende Rippen fixierten Prospektpfeifen sind schon wieder an ihrem angestammten Platz eingebaut und die Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher sehen das vertraute Bild des Instruments, das sich trotz seiner Größe mit 35 Registern und rund 2600 Pfeifen um die Westfenster des herrlichen barocken Innenraums schmiegt, sich dabei ganz dem Raum einordnet. Diese nach der Münsterorgel zweitgrößte Orgel der Stadt mit 3 Manualen und Pedal, die inzwischen 60 Jahre treu ihren Dienst tut, wird durch die derzeitigen Maßnahmen zu einem zukunftsfähigen Musikinstrument, das ein vielschichtiges Anforderungsprofil im gottesdienstlichen Spiel aber auch im regelmäßigen Einsatz innerhalb des Festivals „Europäische Kirchenmusik“, in dem seit jeher die erste Runde des „Internationalen Wettbewerbs für Orgelimprovisation“ auf der Franziskusorgel stattfindet, abdeckt. Die Orgel der Ludwigsburger Fa. Walcker wird aber nicht nur technisch zu einem modernen Instrument. Sie wird zukünftig vor allem auch ihr klanglich farbenreiches Registerspektrum den Spielerinnen und Spielern zur flexiblen Nutzung optimal bereithalten und so als „Königin der Instrumente“ in zahlreiche, zuweilen rasch wechselnde musikalische Rollen schlüpfen können. Beliebt bei den Gmünderinnen und Gmündern sind bspw. die Stummfilm-Improvisationskonzerte in St. Franziskus im Rahmen des Kirchenmusik-Festivals. Raum und Instrument bieten dazu ideale Möglichkeiten und die Franziskusorgel wird sich dazu in wenigen Wochen wieder bestens präpariert erweisen, wenn Kirchenmusikdirektor Stephan Beck zum Film „Menschen am Sonntag“ improvisieren wird. Für die rund 60 T€ umfassenden Orgelbaumaßnahmen wird noch dringend um Spenden gebeten, für die die Kirchengemeinde allen Förderern der Kirchenmusik ein ganz herzliches „Vergelt´s Gott“ sagt. Spendenkonto: DE91614500500440001793 bei Kreissparkasse Ostalb Aalen OASPDE6AXXX

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